Chorleiterin Ines Bauer
Ausbildung Schulmusik zHdK (Zürcher Hochschule der Künste), Weiterbildung Chorleitung (Karl Scheuber), Stimmbildung (Julia Schürer), Atem/Tonus/Ton (Marianne Schuppe), Nachdiplomstudium MAS cultural media studies hdk (Hochschule der Künste), Abschlussarbeit über die Stimme aus Sicht der Lacanschen Psychoanalyse. Langjährige Erfahrung als Musiklehrerin an der Oberstufe. Seit über zehn Jahren Chorleitung, Kompositionen und Arrangements für Chor Kultur&Volk. Neu: Chorleitung Projekt Tigersprung.
An der Probenarbeit mit kultur&volk fasziniert mich die Aufgabe, Musik und Text, Bedeutung und Erleben über den gemeinsamen Gesang in Wechselwirkung zu bringen. Bei den Chorprojekten motiviert mich, zusammen mit engagierten MitsängerInnen kulturpolitische Fragestellungen musikalisch und gesanglich umzusetzen, zu gestalten.
Und ich mache mit, weil …
Therese Zweifel, Mutter&Psychologin&Berufs- und Laufbahnberaterin (Alt)
Wie bin ich auf den Chor kultur&volk gekommen? Mitten in der Kleinkinderphase
wurde ich von einer Singfreundin als Singspatz eingeschleppt. Mein erster Eindruck:
Ein aussergewöhnliches StimmVolk und eine engagierte Chorleiterin mit viel Sinn für Eigenwilliges und Humor. Deswegen bin ich bis heute geblieben.
Eva Caflisch, Journalistin (Sopran)
Gesungen hab ich, kaum dass ich reden konnte, mit der Familie «Stille Nacht» oder das «Munotglöcklein», bei den Pfadi «Kein schöner Land» oder Lumpenliedli, später Folksongs aus dem Great American Songbook und Politlieder von Bert Brecht bis Aernschd Born.
Als eine von weit über hundert Mitsängerinnen bei der Aufführung der «Jemand»-Kantate von Hans Sahl/Tibor Kasics im Rahmen der Junifestwochen 1988 stiess ich zum Chor Kultur und Volk. Da blieb ich — mit Pausen — bis heute. Die Mittwochproben sind mir Bewegungs- und Begegnungsort: Singen statt Joggen oder Facebook.
Werner Kallenberger, pensionierter Hochschullehrer (Tenor)
Vor acht Jahren bin ich kultur&volk beigetreten, weil ‹Kultur› und ‹Volk› zusammengehören und ich mit dazu beitragen möchte, dass Lebensfreude und Politik auch im alternativen Kultur- und Musikbetrieb mehr Beachtung und Anklang finden.
Dieter Stokar, Informatiker (Bass)
Bin dabei, obwohl ich keine Noten lesen kann. Macht trotzdem Spass — nicht zuletzt wegen dem Bier nach den Proben. Am besten sind aber jeweils die Probenwochenenden im Vorfeld der Konzerte. Übrigens betreue ich als Webmaster diese Website.
Ann Peyer, Fachhochschuldozentin (Alt)
Nach einem langen Arbeitstag singen gehen? Ja, sicher! Das weckt! Beim Einsingen strecken und recken gegen die Computer-Verspannung, beim Singen aufeinander hören statt immer reden, und immer wieder auch nachdenken, lachen, diskutieren — das alles hat Platz in knapp zwei Stunden, und ich geniesse es. Es ist ein schönes Gegengewicht zu meiner Arbeit, und natürlich kommt hier auch mein Interesse für spannende Texte und für verschiedene Leute zum Zug.
Nicole Sigrist, Architektin (Alt)
Mehrstimmig singen ist sooooooooooooo viel spannender als einstimmig! Vor fast zehn Jahren hat mich meine Schwester bei kultur&volk angeschleppt. Ich geniesse vor allem die unverkrampfte, tolle Stimmung hier und die abwechslungsreiche Liederwahl. Gäbe es eine unbedingte Konzertpflicht, dann könnte ich wohl wegen meines phasenweise hektischen Alltags gar nicht mitmachen. So klappt es prima, und die Menschen sind einfach 1A (Weltklasse). Selbst an unsere ganz spezielle „Basisdemokratie“ habe ich mich langsam gewöhnt :-) Fazit: Ich möchte den Chor nicht mehr missen!
Henriette Mlynski, Ergotherapeutin (Alt)
Eine Freundin hat mal bei kultur&volk geschnuppert und fand, dass ich dort gut hin passe. Ich geniesse in diesem Chor, unter Menschen zu sein, die plus/minus mein Alter haben und nicht vom Ehrgeiz bezüglich einer sängerischen Karriere geplagt werden. Nach der Arbeit kommt das Vergnügen! Der Chor trägt (wenn die Probe nicht überzogen wird) sehr zu meiner Entspannung und meinem Wohlbefinden bei. Ich habe hier schon einige interessante und sehr nette Menschen kennengelernt, deren Bekanntschaft ich auf keinen Fall missen möchte. Ganz nebenbei erfährt man etwas über Kultur, Politik und Musik und tut etwas Gesundes für den Körper. So, das sind mindestens sechs gute Dinge auf einmal — wo gibt’s das sonst?
Ueli Graf, Biologe (Bass)
Ich bin zu kultur&volk gestossen, weil … da war einmal ein Konzert dieses Chors auf dem See. Meine WG-Kollegin Tanja hat mich dorthin mitgeschleppt, sie hat einen der Sänger — Andreas — näher gekannt. Es stellte sich heraus, ich kannte den auch schon. Nach dem Konzert gingen wir noch auf ein Bier im Kongresshaus, mit anderen vom Chor. Zum einen dachte ich: lauter nette Leute. Zum anderen sagte Andreas, sie hätten zu wenig Bässe und singen könnten doch alle. Da bin ich nun.
Susan Begert, Lehrerin (Sopran)
Einst fuhr die ganze Familie im DKW wieder durch die Lande, als ich auf dem Rücksitz zwischen meinen kleinen Schwestern sitzend einmal mehr Maria Callas zu imitieren versuchte. Ich trillerte und trällerte, bis sich meine Eltern und Geschwister vor Lachen kugelten. Inzwischen bin ich etwas bescheidener geworden und bin froh, wenn ich das hohe C erreiche.
Fatima Heussler, Supervisorin und Gerontologin (Alt)
Regelmässig komme ich zu spät zur Probe. Regelmässig bedaure ich dann, das Einsingen verpasst zu haben. Fest nehme ich mir vor, das sei das letzte Mal gewesen. Ich komme völlig ausgelaugt von einem langen Arbeitstag an und gehe nach dem Singen locker, durchgelüftet und heiter mit in die Beiz oder — wenn ich ans Aufstehen am nächsten Morgen denke — direkt nach Hause. Den Rest der Woche summt mir dann das Zitat von Bertolt Brecht im Kopf herum: «… und mach dann noch 'nen zweiten Plan; geh’n tun sie beide nicht.»